Freitag, 30. Dezember 2016

30.12.2016 – Phantom 3 und Radtour durch Leewah Villas und Kingdom Park

Alex und Titus haben ihr Versprechen wahr gemacht, haben sich die Drohne geschnappt und für mich drei tolle Filme über die Großbaustelle gemacht. 




Es ist phantastisch, wie gut die Kamera ist und welchen Radius sie abdecken kann. Jede Einzelheit in Rancho Santa Fé kann man sehen und die Größe der angrenzenden Baustelle ermessen. Mit Hilfe der Drohne könnte man den täglichen Fortschritt dort wunderbar dokumentieren. Schade, dass wir keinen Film haben, der zeigt, wie die Gegend vor fünf Jahren noch ausgesehen hat, Felder, so weit das Auge reichte. Das wäre toll.
Warum interessiert  mich das so sehr? Ich vergleiche es immer mit Köln und den Zeiträumen, in denen dort gedacht und geplant wird. Verändert das den Menschen? Sind die Menschen hier offener für Veränderungen und Fortschritt oder sind sie nur gleichgültiger?
 Wie ist es möglich, dass riesige Bauvorhaben geplant und gebaut werden ohne dass man genau weiß, ob man nicht an der Zukunft vorbei baut?
Ein Beispiel sind die Compounds „Leewah Villas“  und  „Kingdom Park“, durch die ich am Nachmittag mit Sabine geradelt bin. Als ich vor fünf Jahren das erste Mal hierher kam, waren dort noch  riesige Felder (siehe post vom 12.04.2013) heute stehen dort fast hundert elegante Häuser. Aber sind sie fertig? Nein, fast alle sind noch im Rohbau, für uns unvorstellbar.
Also, Sabine und ich sind losgeradelt. Die Security Guides an den Eingängen zu den Compounds ließen uns  anstandslos passieren. Und dann waren wir in diesen kleinen Geisterstädten, wunderschön anzusehen aber unbewohnt.






Es ist kaum zu glaube, obwohl keines diese Häuser bewohnt ist,  stehen Tische und Stühle am Flüsschen bereit. Und wie man sieht, werden die Tische jeden Tag poliert, denn sonst wären sie längst mit einer dicken Staubschicht bedeckt.

Blick durchs Fenster in eines der Häuser

Kingdom Park

Ein Standardhaus

Parkanlage in Kingdom Park

Und hier: Hinter der Mauer, am Gartenende, wird die Elevated Road gebaut.Wer kauft ein solches Haus?
Nein, ganz unbewohnt waren sie nicht. In „Leewah Villas“ hörten wir plötzlich Stimmen. Ein junger Vater spielte mit seinen beiden Kindern auf der Straße. Da Sabine ihn kannte, sie hatte seine Kinder für die BIS interviewt, hielten wir an und fragten. Er erzählte, dass inzwischen schon  8 der 248 Häuser bezogen wären. Die Häuser würden erst dann aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, wenn ein Käufer bzw. Mieter sich dafür interessiere. Da als Mieter sowieso nur die EXPATS in Frage kommen, denn wer kann aus eigener Tasche schon eine Miete von um die 10 000 € im Monat bezahlen, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis alle Häuser bezogen sind.  Das heißt aber auch, dass die jetzigen Compounds rund um die Schulen herum leer stehen werden oder, wahrscheinlicher, in chinesische Hand übergegangen sein werden. Dann werden die Mieten fallen müssen oder die Besitzer werden selber einziehen.

Und am Abend?
Thinking of Sue Smith! 

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